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Verdienter Lohn

(Eibner Pressefoto:)Im zweiten Heimspiel binnen fünf Tagen holte der VfB II gegen den SV Sandhausen im Abstiegskampf drei überaus wichtige Punkte und gewann viel Selbstvertrauen. Vor 450 Zuschauern im GAZi-Stadion auf der Waldau erzielten Sven Schipplock, Daniel Vier und Julian Schieber die Treffer zum verdienten 3:0-Sieg. In der ausgeglichenen und engen 3. Liga hat der "kleine" VfB damit einen geringen Abstand zum tiefsten Tabellenkeller gewahrt. Für Jürgen Seeberger war das sein erster Heimerfolg und immerhin schon der dritte Sieg im sechsten Spiel als Trainer des Nachwuchsteams.

Couragierter Beginn

Im baden-württembergischen Derby standen dem VfB II Trainer seine beiden Spielmacher Daniel Didavi und Clemens Walch jeweils mit Oberschenkelproblemen nicht zur Verfügung. Als einzige Änderung zur knappen 0:1-Niederlage vom Freitag gegen den VfL Osnabrück rückte Julian Schieber aus dem Profikader in die Startformation. Ansonsten beließ es der Coach bei seiner eingespielten Elf, die ihn auch nicht enttäuschte. Im Gegenteil, der "kleine" VfB kam gut ins Spiel und erarbeitete sich unter den Augen von Cheftrainer Christian Gross und Vorstand Sport Horst Heldt einige Chancen. In der neunten Minute kam Michael Klauß nach Vorbereitung von Matthias Schwarz und Julian Schieber aus 10 Metern zum Schuss, zielte aber etwas zu hoch.

Erneut lag die Führung in der Luft, als nach einer von Tobias Rathgeb getretenen Ecke sowohl Marco Pischorn als auch der SVS-Torhüter Thorsten Kirschbaum nicht richtig an den Ball kamen. Kurz vor der Linie wurde der Ball noch im letzten Moment weggeschlagen (20.). Zwei Zeigerumdrehungen später hielt gegenüber Bernd Leno seine Farben bei einem Abschluss von Daniel Jungwirth im Rennen, indem er dessen platzierten Schuss glänzend parierte.

Führungstreffer mit der Hacke

Mitte der ersten Halbzeit belohnte sich der VfB II aber für seinen couragierten Auftritt vor heimischen Publikum. Nach einer famosen Spieleröffnung von Innenverteidiger Marco Pischorn, der zwei Gegenspieler in der eigenen Hälfte stehen ließ, lief Matthias Schwarz über die rechte Seite Richtung Strafraum und passte von nahe der Torauslinie in die Mitte. Unter großer Bedrängnis bugsierte dort Sven Schipplock das Spielgerät mit der Hacke unerreichbar ins lange Toreck (1:0, 23.). Munter ging es weiter. Nachdem in der 27. Minute gerade nach ein Abwehrbein der Gastgeber den Schuss des freien Matias Cenci aus zehn Metern um den Pfosten ablenkte, vergab auch Torschütze Schipplock eine hochkarätige Chance. In einer Kontersituation trat er nach Anspiel von Schwarz am Ball vorbei. Schon im Gegenzug drosch Emre Öztürk für Sandhausen das Leder nur knapp neben den langen Pfosten (36.).

Fast schon auf dem Weg in die Kabinen stürzte Felice Fecchione bei einem Tackling an der Seitenlinie unglücklich und konnte wegen einer Schulterverletzung nicht weiter machen. Für ihn kam im zweiten Durchgang der 20-jährige Ermin Bicakcic zu seinem Debüt in der 3. Liga.

Entscheidung durch Vier und Schieber

Nach dem Wiederanpfiff stand Sandhausens Keeper Kirschbaum weiter im Brennpunkt. Sowohl der starke Matthias Schwarz (49.), als auch Kapitän Patrick Funk (51.) konnten ihn aus der Distanz nicht überwinden. Die größte Chance zum Ausgleich für die Badener entschärfte VfB II Schlussmann Bernd Leno nach einer Stunde. Im finalen Pass vor seinem Tor, den Emre Öztürk auf den frei lauernden Julian Schauerte spielen wollte, lenkte er den Ball noch ab.

Dann war es aber an der Zeit, den verdienten Lohn für eine geschlossene Mannschaftsleistung einzufahren. Ein Freistoß von Tobias Rathgeb wurde von links auf die rechte Seite geklärt, von wo Matthias Schwarz den Ball zurück in die Mitte brachte und Tobias Feisthammel den mit nach vorne gekommenen Verteidiger Daniel Vier glänzend in Szene setzte. Der musste den Ball aus fünf Metern nur noch einschieben (2:0, 75.).

Nachdem er in ähnlicher Situation kurz zuvor zu schwach abgeschlossen hatte, machte Julian Schieber in der 84. Minute den Sack vollends zu. Für den Flachschuss aus der Nähe des Elfmeterpunkt war erneut Matthias Schwarz der Passgeber. Quelle: <a href="http://www.vfb-stuttgart.de/" target="_blank"> VfB Stuttgart</a>

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